Plakatives auf Plakaten. Die Slogans zur Chamberwahl 2018

In Luxemburg ist derzeit Wahlkampf; man merkt es allerdings kaum. Mitte Oktober wird hierzulande das neue Parlament gewählt, und angesichts der politischen Lage in Europa ebenso wie der laut beschwiegenen Leerstellen im gesellschaftlichen Diskurs auf nationaler Ebene könnte man als geneigter Beobachter eigentlich erwarten, dass mal so richtig die Fetzen fliegen im Staate Melusina. Aber … Weiterlesen …

Neues aus dem Sprachlabor | 4

In den letzten Wochen konnte man im Sprachlabor Luxemburg ein kleines sprachenpolitisches Experiment beobachten. Als Reaktion auf die öffentliche Debatte über die Mehrsprachigkeit und im Zuge der von der Regierung lancierten, langfristigen Entwicklungsstrategie für das Luxemburgische fanden vier öffentliche Diskussionsabende unter dem Motto „Lëtzebuergesch an der Gesellschaft. Rollen, Chancen, Perspektiven“ statt.1 Lanciert wurde diese Initiative … Weiterlesen …

Brot und Doktor-Spiele. Über die Entstehung von Topoi

Zwei Dinge lassen sich derzeit im Zusammenhang mit der Sprachendiskussion in Luxemburg feststellen: Erstens erleben wir die erwartbare Zunahme sprachbezogener Themen in der Presse ebenso wie sprachenpolitischer Positionierungen bei den Parteien. Immerhin steht der Wahlkampf bevor, und spätestens seit der Verkündung einer Zusammenarbeit zwischen adr und Nee 2015/Wee 2050 zeichnet sich ab, dass die Sprachenfrage … Weiterlesen …

Sprechen über Sprache. Eine Analyse des Diskurses über das Luxemburgische

Die Diskussion über das Luxemburgische bewegt weiterhin die Gemüter, trotz steigender Sprecher.innenzahlen, politischer Förderung, wachsender Präsenz in der Öffentlichkeit und gestiegener Akzeptanz auch bei Grenzpendler.innen. Jede noch so kleine Äußerung zum Wohl und Wehe der Sprache ruft erregte, teils erboste Kommentare hervor, wie etwa jüngst wieder am Beispiel einer eher harmlosen Carte Blanche von Fernand … Weiterlesen …

Neues aus dem Sprachlabor | 3

Gerade erst habe ich in einem Beitrag einen Blick auf die Empörungsspirale der luxemburgischen Sprachenpolitik geworfen, also den Umstand erläutert, dass derzeit sprachbezogene Themen vermehrt politisch und medial aufgebauscht werden, da liefern die beteiligten Akteure schon wieder ein Beispiel für die Funktionsweise dieser Spirale. Ich nehme dies zum Anlass, meine Diagnose noch einmal zu überprüfen. … Weiterlesen …

Neues aus dem Sprachlabor | 2

Es wird Sommer in Luxemburg, das ist allenthalben zu merken. Langsam leeren sich die Straßen, Touristengruppen drängen in die Gassen der Hauptstadt, und auch die Debatte über die Mehrsprachigkeit scheint sich auf eine Sommerpause vorzubereiten. Schon in den letzten Monaten konnte man den Einruck gewinnen, dass sich der Diskurs nach dem Empörungsgipfel rund um die … Weiterlesen …

Schreiwen.lu – aber wie? Ein Kommentar zur staatlichen Orthographie-Kampagne in Luxemburg

Luxemburg erlebt gerade ein hoch interessantes Kapitel staatlicher Sprachenpolitik. Mit einigem Aufwand wird derzeit eine Kampagne zur Schreibung des Luxemburgischen lanciert, auf der eigens eingerichteten Website schreiwen.lu ebenso wie auf Facebook. Diese soll Luxemburger*innen  auf unterhaltsame Weise mit den Rechtschreibregeln vertraut machen. In 15 kurzen Lektionen werden die Besonderheiten und Tücken der gültigen Orthographie vermittelt. … Weiterlesen …

Monsieur nicht auf der Höhe

Zugegeben, die Welt ist grad bös kompliziert. Egal ob der weltweite Aufstieg des Populismus, die Verwerfungen einer aus dem Ruder gelaufenen Wirtschaftspolitik oder die Bedrohung durch einen Terrorismus, der sich auf perfide Weise den Islam zunutze macht – keine Frage, die Weltgemeinschaft steht vor großen Herausforderungen. Manchmal allerdings lohnt es sich dennoch (oder deswegen?), den … Weiterlesen …