Plakatives auf Plakaten. Die Slogans zur Chamberwahl 2018

In Luxemburg ist derzeit Wahlkampf; man merkt es allerdings kaum. Mitte Oktober wird hierzulande das neue Parlament gewählt, und angesichts der politischen Lage in Europa ebenso wie der laut beschwiegenen Leerstellen im gesellschaftlichen Diskurs auf nationaler Ebene könnte man als geneigter Beobachter eigentlich erwarten, dass mal so richtig die Fetzen fliegen im Staate Melusina. Aber … Weiterlesen …

Sign stories | 3 | Oberstadt-Aufzug, Pfaffenthal, Luxemburg-Stadt

Ein anschauliches Beispiel für die Dynamik des Sprachenregimes in Luxemburg liefert gerade der städtische Panorama-Aufzug, der das Pfaffenthal mit der Luxemburger Oberstadt verbindet. Vor ein paar Tagen wurde, aus Anlass des nahenden Nationalfeiertags am 23. Juni, rund um den Aufzug ein Hinweisschild angebracht, das uns – auf Französisch – über die Öffnungszeiten desselben am betreffenden … Weiterlesen …

Neues aus dem Sprachlabor | 4

In den letzten Wochen konnte man im Sprachlabor Luxemburg ein kleines sprachenpolitisches Experiment beobachten. Als Reaktion auf die öffentliche Debatte über die Mehrsprachigkeit und im Zuge der von der Regierung lancierten, langfristigen Entwicklungsstrategie für das Luxemburgische fanden vier öffentliche Diskussionsabende unter dem Motto „Lëtzebuergesch an der Gesellschaft. Rollen, Chancen, Perspektiven“ statt.1 Lanciert wurde diese Initiative … Weiterlesen …

Brot und Doktor-Spiele. Über die Entstehung von Topoi

Zwei Dinge lassen sich derzeit im Zusammenhang mit der Sprachendiskussion in Luxemburg feststellen: Erstens erleben wir die erwartbare Zunahme sprachbezogener Themen in der Presse ebenso wie sprachenpolitischer Positionierungen bei den Parteien. Immerhin steht der Wahlkampf bevor, und spätestens seit der Verkündung einer Zusammenarbeit zwischen adr und Nee 2015/Wee 2050 zeichnet sich ab, dass die Sprachenfrage … Weiterlesen …

Sprechen über Sprache. Eine Analyse des Diskurses über das Luxemburgische

Die Diskussion über das Luxemburgische bewegt weiterhin die Gemüter, trotz steigender Sprecher.innenzahlen, politischer Förderung, wachsender Präsenz in der Öffentlichkeit und gestiegener Akzeptanz auch bei Grenzpendler.innen. Jede noch so kleine Äußerung zum Wohl und Wehe der Sprache ruft erregte, teils erboste Kommentare hervor, wie etwa jüngst wieder am Beispiel einer eher harmlosen Carte Blanche von Fernand … Weiterlesen …

Neues aus dem Sprachlabor | 3

Gerade erst habe ich in einem Beitrag einen Blick auf die Empörungsspirale der luxemburgischen Sprachenpolitik geworfen, also den Umstand erläutert, dass derzeit sprachbezogene Themen vermehrt politisch und medial aufgebauscht werden, da liefern die beteiligten Akteure schon wieder ein Beispiel für die Funktionsweise dieser Spirale. Ich nehme dies zum Anlass, meine Diagnose noch einmal zu überprüfen. … Weiterlesen …

Neues aus dem Sprachlabor | 2

Es wird Sommer in Luxemburg, das ist allenthalben zu merken. Langsam leeren sich die Straßen, Touristengruppen drängen in die Gassen der Hauptstadt, und auch die Debatte über die Mehrsprachigkeit scheint sich auf eine Sommerpause vorzubereiten. Schon in den letzten Monaten konnte man den Einruck gewinnen, dass sich der Diskurs nach dem Empörungsgipfel rund um die … Weiterlesen …

Neues aus dem Sprachlabor | 1

Es ist, da muss an sich nichts vormachen, gerade Wahlkampf in Luxemburg. Im Herbst stehen die Kommunalwahlen an, und nächstes Jahr folgt dann die Parlamentswahl. Es ist also kaum verwunderlich, dass derzeit politische Initiativen hinter jeder Ecke hervorlugen (oder -gezerrt werden), sowohl von Seiten der Regierung als auch aus dem Volk. Und weil viele dieser … Weiterlesen …

Halbstark und Spaß dabei – Interview im Télécran

In der aktuellen Ausgabe des Télécran durfte ich mal wieder ein wenig über Zustand und Entwicklung des Luxemburgischen plaudern. Mir gefällt das Bild von der „Sprache im Erwachsenwerden“ hierfür. Derzeitiger Zustand circa: akute Adoleszenz… Man wächst und probiert sich in alle Richtungen aus, ohne die eigene Kraft immer richtig einschätzen zu können, stellt bei Kritik von außen … Weiterlesen …

Flickenteppich statt Maßanzug – Eine Analyse des Strategiepapiers zur Förderung des Luxemburgischen

Vor einigen Wochen hat die Regierung unter reger Anteilnahme der Öffentlichkeit eine nationale Strategie zur Förderung des Luxemburgischen vorgestellt. Zwar ist diese in den Medien bereits ausgiebig diskutiert – und in Teilen zu Recht kritisiert – worden, dennoch sollten wir uns die Zeit nehmen, die Strategie sowie die darin vorgeschlagenen Maßnahmen aus sprachenpolitischer Perspektive etwas genauer … Weiterlesen …